Einer der rätselhaftesten unter den großen Musikern unserer Zeit ist zweifellos der Pianist und Komponist Rolf Dach. Der völlig zurückgezogen lebende Dach gilt in Fachkreisen inzwischen als der bedeutendste Pianist in der 2. Haelfte des 20.Jahrhunderts.Rolf Dach’s “unbegreifliche Virtuositaet” (FAZ), seine “verstörende Musikalität” (New York Times) und die “elektrisierende Wirkung auf das Publikum” (Le Figaro) sind legendär. Leider scheint der große Künstler das Licht der Öffentlichkeit in einem Ausmaß zu scheuen, welches es dem Publikum nahezu unmöglich macht, ihn im Konzert oder auch nur auf Tonträgern zu erleben. Der letzte bereits im Vorfeld umjubelte Auftritt (,,Ein Jahrhundertkonzert,,Freie Presse’’)sollte im Jaenner 2001 in Wien stattfinden. Nachforschungen hierüber führen jedoch ins Nichts, da das Konzert offensichtlich in letzter Minute abgesagt wurde und Rolf Dach, dem die Fähigkeit zur Bilokation nachgesagt wird, zeitgleich in Lissabon gesichtet wurde, von wo aus sich seine Spur jedoch verliert. Der für 1961 im Salle Pleyel Paris geplante Bach-Zyklus musste ebenfalls wegen eines verheerenden Saalbrandes abgesagt werden - für Dach ein traumatisches Erlebnis, nach welchem er sich für Jahrzehnte vom Konzertbetrieb zurückzog.
Eine bereits in den frühen 70-er Jahren annoncierte Gesamtaufnahme aller Beethovensonaten wartet immer noch auf Veröffentlichung. Rezensenten, denen kleinste Ausschnitte vorgefuehrt wurden bescheinigten Dach eine “musikalische Großtat von epochaler Bedeutung” (Resiak Maijoch). Gerüchten zufolge arbeitet Dach ausserdem bereits seit 1969 an einer Studio-Einspielung der “cathartisch-apocalyptischen Ton-Malerey”, einer Sammlung von 665 Fugen des vergessenen Bach-Zeitgenossen Johann Fürchtegott Ramler, einem Lehrer Haydns.
Sicher ist nur, daß der Pianist in einem weiträumig abgesperrten und unzugänglichen Landstrich in Kampanien lebt. In kilometerweitem Abstand wird sein fast fensterloses Haus - Dach leidet an einer seltenen Allergie gegen elektromagnetische Felder - inzwischen von Presse und Musikliebhabern umlagert.
Ohrenzeugen berichten neuerdings von nächtlichem Klavierspiel “von sehr weit her”; Kenner der Materie wollen hier die 4 Rachmaninoff-Konzerte herausgehört haben, eine Konzertreihe, die Dach bereits 1977 in New York aufgeführt haben soll. Der TV-Mitschnitt von CBS ist leider aufgrund eines fehlerhaften Schneidetisches irreversibel beschädigt worden.
Rolf Dach, dessen musikalische Einsichts- und Ausdrucksfähigkeiten mittlerweile so groß sind, daß im Falle ungemilderter Verwirklichung “für mich selbst und mein Publikum existenzielle Nachteile zu befürchten stehen”, wird daher seit einigen Monaten mit der eigens für ihn entwickelten Medikamentenklasse der “paraventrikulären Perzeptionsdiffusoren” behandelt, um die beängstigende Bühnenpräsenz, Gestaltungskraft und Klangdifferenzierung des Künstlers auf ein zumutbares Maß zurückzufahren.
Da der Pianist nach Berichten seiner Ärzte auf die Behandlung gut anspricht, hat der mittlerweile 69 Jahre alte Dach nun vor wenigen Tagen sein Refugium verlassen, um in Kürze an einem noch unbekannten Ort in England sämtliche Chopin-Etüden sowie die Goldbergvariationen aufzuführen. Ein Datum - der 20. 01. 2009 scheint sich herauszukristallisieren, gleichzeitig wird aber über einen für diesen Termin annoncierten Soloabend in Klagenfurt berichtet. Dach ist zugleich einer der erfolgreichsten und gefragtesten Lehrer weltweit.Viele seiner Schueler sind inzwischen erfolgreiche Pianisten,Dirigenten sowie Musiker geworden,man denke nur etwa an den tragisch frueh verstorbenen Ithzak Weissbein,die bis heute unerklaerlicherweise voellig unbekannte Martha Dax oder den legendaeren Tamas Goulsh,der wiederum selbst durch seine verschollenen “77 transzendentale Ausschweifungen” zu den Meistern seines Faches zaehlt.
Als Kritiker stellt Dach alles bisher Dagewesene in den Schatten: Von 1958 bis 2004 erschienen ueber 3000 Rezensionen unter verschiedesten Pseudonymen weltweit. Legendaer sind seine Verrisse saemtlicher zeitgenoessischen Pianisten in einer wochentlichen Kolumne in der NY Times.Woche fuer Woche verriss Dach hier in grossartiger Schaerfe und hellster Intellktualitaet alle die dem Klavier zu nahe kamen.Seine weltmaennische und enzyklopaedische Bildung –er hatte das bedeutende Fach Germanistik studiert-waren Vorbild fuer viele nach ihm,insbesonders fuehrende deutsche Kritiker (Bruchmann,Keiser,Bruck,Semmelrogge) berufen sich immer noch auf ihn.
Als Komponist zählt Dach zu den profiliertesten Opernkomponisten unserer Zeit. Die Premieren aller drei Dach’schen Hauptwerke - “Das Schrankmittel” (1989), “Wand” (1962/64), und vor allem “Nero” (1970) waren monatelang im Voraus ausverkauft, bevor schwerste schöpferische Krisen Dach wiederum in allen drei Fällen zur kurzfristigster Absetzung zwangen.
Lediglich von Dach’s frühem sozialkritischen Singspiel “Der steyrische Hirt” (1944, rev. 1947) sind ab 1957 Teilaufführungen in Privatzirkeln belegt. (Siehe auch die Rubrik “Tonaufnahmen” auf dieser Website)
Ebenfalls von allerhöchstem Rang ist das 1969 abgeschlossene Standardwerk “akausale Pianistik”, welches Dach’s didaktisch-ästhetische Positionen eindrucksvoll zusammenfasst. Das Werk existiert gegenwärtig nur noch in einer einzigen handgeschriebenen und signierten Kopie im früheren Besitz von Dach’s Schwester Emily. Bei der von Sotheby’s durchgeführten Versteigerung 1994 wurde das Manuskript von einem bis heute unbekannt gebliebenen anonymen Bieter erstanden.
Die enormen Herstellungskosten (allein das Vorwort umfasst 6 grossformatige Bände) verhinderten bislang auch eine Veröffentlichung, nachdem bereits der Erstverlag “Mott &Soehne” aus gleichem Grund in finanzielle Schieflage geriet.Es ist geplant Kernthesen aus diesem Werk, “das sämtliche pianistischen Theorien der Vorwelt obsolet werden lassen dürfte” (der Klavierunterricht 7/2001), auf dieser Site zu veröffentlichen.
Es bleibt für die Zukunft zu hoffen, dass die Kunst Rolf Dach’s doch noch ihren Weg in die breite Öffentlichkeit findet. Eine entsprechende Stiftungsinitiative wird von globalen Großinvestoren vorbereitet, ein “Internationales Rolf-Dach-Festival” ist in Wien und London geplant, erstmalig rückt offenbar auch ein Filmportrait in den Bereich des Möglichen.
Die Bewunderer des Künstlers können sich auf dieser Site umfassend über die letzten Neuigkeiten informieren, tragen Sie sich dazu bitte in den Rolf-Dach-Newsletter ein oder besuchen Sie die Site der “Internationalen Rolf Dach Gesellschaft”